Schonzeiten und Mindestmaße: Was gilt?
Schonzeiten und Mindestmaße schützen Fischbestände in einer empfindlichen Lebensphase – die konkreten Regeln unterscheiden sich aber deutlich.
Was Schonzeiten bedeuten
Eine Schonzeit ist ein festgelegter Zeitraum, in dem eine bestimmte Fischart nicht gezielt befischt oder entnommen werden darf, meist während ihrer Laichzeit. Ziel ist es, den erfolgreichen Fortpflanzungszyklus der Art zu schützen und den Bestand langfristig zu sichern. Welche Fischarten wann geschont werden, legt jedes Bundesland in seiner Fischereiverordnung individuell fest.
Was Mindestmaße bedeuten
Ein Mindestmaß gibt die kleinste Körperlänge an, die ein Fisch einer bestimmten Art haben muss, damit er entnommen werden darf. Fische unterhalb dieses Maßes müssen unverzüglich und schonend zurückgesetzt werden. Mindestmaße sollen sicherstellen, dass Fische mindestens einmal die Möglichkeit zur Fortpflanzung hatten, bevor sie entnommen werden. Die wichtigsten Begriffe fasst das Glossar der Angelbegriffe zusammen.
Warum die Regeln so unterschiedlich sind
Da die Fischereigesetzgebung in Deutschland Ländersache ist, legt jedes Bundesland eigene Schonzeiten und Mindestmaße fest, abgestimmt auf regionale Bestandssituationen und ökologische Gegebenheiten. Zusätzlich können einzelne Gewässerinhaber oder Angelvereine über den Erlaubnisschein strengere, gewässerspezifische Regeln festlegen, etwa höhere Mindestmaße oder zusätzliche Schonzeiten für bestimmte Bereiche.
Höchstmaße und Entnahmefenster
Neben Mindestmaßen (in manchen Bundesländern auch Schonmaß genannt) legen einige Länder oder Gewässerinhaber zusätzlich Höchstmaße fest, oberhalb derer ein Fisch ebenfalls zurückgesetzt werden muss. Zusammen mit dem Mindestmaß ergibt sich dann ein sogenanntes Entnahmefenster. Der Hintergrund: Besonders große, laichkräftige Tiere sollen im Gewässer verbleiben, um den Bestand langfristig zu stabilisieren.
Wo Sie sich verbindlich informieren
Die aktuellen und für Ihr Zielgewässer gültigen Schonzeiten und Maße erhalten Sie bei der zuständigen Fischereibehörde Ihres Bundeslandes, beim Landesfischereiverband oder direkt beim Gewässerinhaber bzw. Angelverein, der den Erlaubnisschein ausstellt. Diese Angaben ändern sich gelegentlich und sollten vor jedem Angeltag an einem neuen Gewässer neu geprüft werden. Die Grundlagen zu den nötigen Dokumenten erklärt unser Ratgeber Fischereischein und Erlaubnisschein.
Fischschonender Umgang mit rückzusetzenden Fischen
Muss ein Fisch aufgrund von Schonzeit oder Mindestmaß zurückgesetzt werden, sollte das so schonend und zügig wie möglich geschehen: Kontaktzeit außerhalb des Wassers minimieren, Hände vor dem Anfassen nass machen, um die Schleimhaut zu schonen, und den Fisch erst dann loslassen, wenn er sich sichtbar wieder orientiert hat. Ein gummiertes Kescher-Netz und eine lange Lösezange erleichtern das; Modelle vergleicht die Kaufberatung Beste Angel-Ausrüstung 2026. Wie Sie den Drill kontrolliert und ohne unnötige Verzögerung führen, beschreibt Fisch schlitzt beim Drill aus.
Häufig gestellte Fragen
Gelten Schonzeiten und Mindestmaße bundesweit einheitlich?
Was passiert, wenn ich versehentlich einen geschonten Fisch fange?
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